Schaumweine

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Wissenswertes zu Schaumweinen

Schaumweine: Süss und trocken

Viele Schaumweine sind nicht ganz trocken, das heisst, sie enthalten noch etwas Zucker. Dieser wird vor dem endgültigen Verschliessen der Flasche in flüssiger Form zugegeben.

Der Zuckergehalt wird indirekt mit einer Bezeichnung wie zum Beispiel «brut» auf der Flaschenetikette angegeben. Ein Champagner «brut» muss per Gesetz zwischen 0 bis 15 Gramm Zucker pro Liter  enthalten, wobei in der Praxis meist zwischen 7 bis 12 Gramm pro Liter üblich sind. In der Champagne sind die besten Weine «brut» oder sogar «exta brut», mit 0 bis 6 Gramm Zucker pro Liter. Im Prosecco hingegen sind die besten Weine «dry» mit 17 bis 32 Gramm Zucker pro Liter. Je nach Herkunft kann guter Schaumwein also trocken oder süss sein.

 

Die Qualität der Perlen im Schaumwein

Die Qualität der Perlage, also der Kohlesäureperlen im Schaumwein, sagt viel über die Qualität des Weins aus. Um die Qualität der Perlage zu beurteilen, wird geschaut, wie lange die Kohlensäure im Wein bleibt und wie gross die Perlen sind.

Schaumwein der mit Kohlensäure geimpft worden ist, bei dem also wie bei Süssgetränken die Kohlensäure in die stille Flüssigkeit gedrückt worden ist, hat grosse Blasen, welche kurz nach dem Öffnen verschwinden. Wenn die Kohlensäure von der alkoholischen Gärung in einem Drucktank stammt, wie etwa bei Prosecco oder Moscato, dann ist die Perlage feiner und hält länger an. Wenn der Schaumwein in der Flasche ein zweites Mal vergoren wurde und danach in der Flasche gelagert worden ist, wie etwa bei Cava oder Champagner, dann ist die Perlage am feinsten und hält lange an. Da in den Kohlesäurebläschen besonders viele Aromastoffe gelöst sind, ist ein Wein mit viel feiner und langanhaltender Perlage aromatisch und hochwertig.

 

Prosecco: Ein ungebrochener Trend

Italienische Weine schaffen es immer wieder von Neuem, die Weingeniesser zu begeistern. Ein aktuelles Beispiel ist der Prosecco.

Dieser Schaumwein aus der Provinz Venetien war von fünfzehn Jahren noch relativ unbekannt und nur in wenigen Märkten stark vertreten. Dann folgte ein bis jetzt ungebrochener Aufstieg. Mit leichtem Körper, erfrischender Zitrus-Aromatik, dezenter Restsüsse und vernünftigem Preis überzeugte Prosecco in kurzer Zeit die Schaumweintrinker weltweit. Im Jahr 2013 wurde zum ersten Mal mehr Prosecco als Champgner verkauft. Um den anhaltenden Durst nach Prosecco zu stillen, wurden 307 Millionen Flaschen verkauft, verglichen mit 304 Millionen Flaschen Champagner. Damit die Qualität der Weine auch bei explodierender Nachfrage mithalten kann, wurde im Juli 2009 der Name "Prosecco" unter einer neuen DOC-Regulierung geschützt.